Beim Schuhebinden

dietintenfisch ©

Du bist die Liebe meines Lebens, sagte er während er am Boden saß und seine Schuhe zu band.

Sie wunderte sich, warum er das sagte, sie war doch bloß da gestanden und hatte sich an der Nase gekratzt.

Sie bedeckte seine Lippen mit einem scheuen Kuss. Sie wollte da alles hinein legen, Wärme, Finsternis. Sie wollte ihn für immer in ihren Armen halten. Mit geschlossenen Augen strich sie über seine Haut, über seine Muttermale, die eine Landkarte zu einem geheimnisvollen Ort waren und kniff ihn in die Backe bis er schrie.

Manchmal machte sie so etwas, wenn sie glaubte zerspringen zu müssen, weil ihr kleines Herz aus ihrer Brust zu hüpfen drohte, weil sie ihn so liebte.

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